Einrad fahren ist langweilig? Falsch gedacht.

Früher sah man Einräder vor allem im Zirkus. Inzwischen ist das Trendsportgerät populärer geworden und hat sich zu einer richtigen Sportart entwickelt.

Einrad_einbeinig-pendeln

Dieser Trick nennt sich „einbeinig pendeln“. Der Fuß auf dem tiefer liegenden Pedal vollführt die Pendelbewegung, der freie Fuß wird auf die Gabel gestellt.

Ich bin Mitglied im TV Mering und gehe freitags seit rund sechs Jahren zum „Einradfahren & Bewegungskünste“. Im Prinzip gibt es kaum einen Unterschied zu anderen Sportarten, denn wir wärmen uns genauso mit Spielen auf und üben auch Choreographie sowie Tricks ein.

Was für Spiele man mit Einrad machen kann?
Viele der Spiele, die zu Fuß gespielt werden, funktionieren auch auf dem Einrad. Kettenfangen, Brennball, Hockey und Staffellauf gehören mitunter zu unseren Spielen.

Jedes Jahr nehmen wir am Winterschauturnen teil. Kaum ist dieses rum, wird auch schon wieder für nächstes Jahr geübt und neue Formationen ausgedacht. Aber auch Tricks müssen einstudiert werden. Zu den einfacheren Tricks gehören die „Mühle“, die „Kutsche“ und das Pendeln.
Als Mühle wird es bezeichnet, wenn sich mindestens zwei Fahrer an der Hand halten, so dass sie sich im Kreis drehen können. Bei einer Kutsche fahren die Personen ebenfalls händehaltend hintereinander her und wechseln hin und wieder die Position von vorne nach hinten.

Einrad_wheel-walk

Beim „Wheel Walk“ wird das Einrad mittels kleiner „Tippelbewegungen“ vorwärts bewegt.

Etwas schwierigere Tricks sind das Rückwärtsfahren, Einbeinigfahren, „Wheel-Walk“, „Flieger“ und noch viele mehr. Beim Wheel-Walk läuft man – wie es das englische Wort schon verrät – auf dem Reifen. Wenn man mit dem Oberkörper auf dem Sattel liegt, während man fährt, wird das als Flieger bezeichnet.

Auch die Aufstiege hören nicht nach dem einfachen freihändigen auf. Schließlich gibt es noch den Sprung-, Lauf-, Männer- sowie Frauenaufstieg und noch weitere. Dazu gibt es sogenannte „Skill“-Level, die nach Schwierigkeit der Tricks angeordnet sind. Wenn man ein Level besteht, kann man das auch mit einem Aufkleber auf dem Einrad zeigen.

Rund ums Einradfahren gibt es viele weitere Wettbewerbe, 2009 fanden beispielsweise die Schwäbischen Meisterschaften in Mering statt. Zu den Meisterschaften sind damals auch Schweizer angereist, die sich danach auf den Weg zu den Weltmeisterschaften gemacht hatten. Bei den Wettbewerben ging es um schnelles sowie um langsames Fahren, um Hoch- und auch Weitsprung oder um Slaloms. Einer davon ist der „Obstacle“, dessen Weltrekord ein Deutscher, Simon Rodler, auf 18,53 Sekunden für die Männer gesetzt hat. Bei den Frauen erzielte die Schweizerin Mirjam Lips eine Bestzeit von 19,29 Sekunden.

Hier seht ihr Simon Rodler bei seinem Weltrekord im Einrad-Weitsprung 2014:

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